Handelsschule-Optionen.

Klasse siehe Abb. Die Aufgabenstellung gekürzte Fassung in der 3. Klasse lautete: In Wien soll der Bruttoumsatz im Mai EUR , erreichen im April: EUR ,. Wie viel Prozent müsste der Umsatz von April auf Mai zunehmen, um dieses Ziel zu erreichen? Insgesamt war feststellbar, dass es standortspezifisch erhebliche Unterschiede gab.

Weiters wurde ein signifikanter Unterschied sowohl aus Eltern- und Schülersicht zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund festgestellt. Schüler mit deutscher Muttersprache gaben signifikant häufiger an, nach Abschluss der HAS einen Arbeitsplatz suchen zu wollen, während Schüler mit nicht deutscher Muttersprache eher eine weiterführende Ausbildung anstreben.

Dieser Befund wird durch zwei unabhängige Studien in Deutschland gestützt. Birkelbach untersuchte in seiner Studie die Pläne der deutschen Jugendlichen nach Abschluss der Haupt-, Real- bzw. Dabei stellte er fest, dass Schüler mit Migrationshintergrund signifikant häufiger als ihre deutschen Mitschüler eine weiterführende schulische Ausbildung anstreben vgl.

Warum sehe ich WAZ.DE nicht?

Birkelbach Sie erhoben die Pläne der Schüler nach ihrer Pflichtschulzeit. Dabei zeigte sich deutlich, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund häufiger die Option weiterführender Schulbesuch wählen vgl. Die Abbildung 7 verdeutlicht die 2-Säulen-Funktion der HAS und den Unterschied zwischen Schülern mit und ohne deutscher Muttersprache. Vereinzelt gibt es auch abgespeckte Varianten, z. Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag etc. Einführungsphasen am Beginn der 1. Klasse zur Kompensation von Defiziten bei Basisqualifikationen und Sekundärtugenden.

Förderung und Festigung von Grundkenntnissen in Deutsch und Rechnen sowie soziales Lernen im Bereich Grundhaltungen, z. Pünktlichkeit, Selbstvertrauen etc. Einführung von Methoden- oder Lernwochen sowie konstruktivistisch orientierte Lehr-Lernarrangements zur gezielten Entwicklung von Eigenverantwortung und Eigenständigkeit z. Klasse 3. Klasse Weiterführende Ausbildung nach Abschluss der Handelsschule 1.

Klasse Arbeitsplatz nach Abschluss der Handelsschule 5 Innovationen vor Ort Synopse der vielfältigen Initiativen Der Lehrplan eröffnet vielen HAS schulautonome Reformstrategien, die eine optimale Anpassung auf ihre lokalen und regionalen Besonderheiten ermöglichen. Zu diesen punktgenauen Reformen vor Ort zählen unter anderem Ausbildungsschwerpunkte und Stundenblockungen. Ein Blick auf die Praxis zeigt, dass viele Schulen diese Möglichkeiten bereits nutzen.

Die zentralen Tendenzen dieser Reformstrategien können wie folgt zusammengefasst werden: Ergänzung des schulischen Angebots durch betriebliche Praxisphasen, z. Businesstage, Betriebspraktika durch Intensivierung der Kontakte zur regionalen Wirtschaft Intensivierung der Kontakte zwischen ÜFA und den Partnerbetrieben, ergänzt um didaktische Arrangements zur Förderung der Selbständigkeit der Schüler, z.

Dreijährige Ausbildung im wirtschaftlichen Bereich

In der 1. Der Wunsch steigert sich signifikant von der 1. Dabei ist anzumerken, dass der Aspekt Berufsberatung um den Aspekt Beratung für weiterführende Ausbildungen zu ergänzen ist. Weiters wurden die Eltern und Schüler befragt, ob sie sich Nachmittagsbetreuung in Form von Hausaufgabenbetreuung oder Lernclubs wünschen. Die Differenzierung der Schüler nach nicht deutscher und deutscher Muttersprache ergab, dass sich Schüler mit Migrationshintergrund signifikant häufiger Nachmittagsbetreuung wünschen.

Diese Tendenz zeigte sich ähnlich ausgeprägt bei den Eltern.

Anzumerken ist, dass diese Reformoptionen den schulautonomen Handlungsspielraum überschreiten. Schuljahr bis zu ganztagsschulischen Angeboten. Die einzelnen Vorschläge wurden den Lehrkräften zur Beurteilung vorgelegt. In diesem Zeitraum sollen sowohl normale Schulstunden sowie betreute Übungsphasen stattfinden. Wenn die Übungsphasen gezielt die Föder- und Forderperspektive durch Betreuung von qualifizierten Lehrern betonen, dann ist eine kostenneutrale Realisierung nicht möglich.

Die Strategie des Forderns und Förderns könnte z. Klasse den Schwerpunkt auf Deutsch legen, in der 2. Klasse auf eine betriebspraktische Phase z. Klasse die Projektarbeit in den Mittelpunkt rücken. Anzumerken ist, dass dieses Konzept zwar die höchste Befürwortung bei den Lehrkräften erzielte, jedoch einige Lehrer angaben, dass dafür auch die baulichen und räumlichen Vor aussetzungen gegeben sein müssten.

Schuljahr: Die Idee des 0. Schuljahres besteht darin, für alle Schüler der HAS einen Einstiegstest abzuhalten. Jene Schüler mit eklatanten Deutsch-Defiziten die sich nicht nur auf Schüler mit Migrationshintergrund beschränken müssen vor Beginn der 1. Klasse HAS ein 0.

Schuljahr absolvieren. Rechnen sowie der Einübung von Sekundärtugenden Sozialisierung in die Gesellschaft. Modulsystem: Dieses Konzept betont den Aspekt der Binnendifferenzierung. Die Schüler sollen vorwiegend im gleichen Klassenverband unterrichtet werden. Nur in einigen Schlüsselfächern wie z.

Handelsschule VSH für Erwachsene - Handelsdiplom VSH

Rechnungswesen und Deutsch wird die Möglichkeit des Forderns und Förderns curricular verankert. COOL stellt eine Möglichkeit dar, diese Strategie der Binnendifferenzierung zu realisieren. Die erste Schulstufe wird gemeinsam von allen Schülern absolviert eventuell mit der Möglichkeit einer inneren Differenzierung in diesem Jahrgang , danach teilt sich die HAS in eine zwei- und dreijährige Variante. Es handelt sich bei den folgenden Reformvorschlägen um subjektive Interpretationen der umfangreichen empirischen Befunde und sonstiger Erfahrungen einer mehr als einjährigen intensiven Forschungsphase.

Anmerkungen zur bildungs- und sozialpolitischen Relevanz dieses Schultyps Blickt man über den Tellerrand und analysiert man empirische Befunde zur Fragestellung, wie andere Staaten mit Jugendlichen, die sich nicht, metaphorisch gesprochen, in der Flussmitte traditioneller Ausbildungs- und Karriereperspektiven bewegen, sondern in den Verästelungen des Ufers, dann zeigt sich, dass die HAS auch im internationalen Vergleich eine wichtige bildungs- und sozialpolitische Funktion wahrnimmt.

Wie die Abbildung 8 zeigt, bildet die HAS ein wichtiges bildungs- und sozialpolitisches Scharnier zwischen der ersten und zweiten Schwelle. Mit diesem Terminus bezeichnet man international die beiden neuralgischen Punkte in der Berufs- und Lebensperspektive Jugendlicher. Die erste Schwelle besteht darin, den Übergang von der Pflichtschule in eine weitere Ausbildung zu bewältigen.

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

Von der zweiten Schwelle spricht man, wenn Jugendliche bereits eine Ausbildung absolviert haben z. Wie die empirischen Befunde zeigen, gibt es für Absolventen von HAS im Wesentlichen zwei Optionen: Besuch einer weiterführenden Schule mit und ohne Maturaperspektive sowie Jobs in diversen kaufmännischen Arbeitsfeldern im weitesten Bereich. In Zukunft könnte auch verstärkt die Option Eintritt in interessante Lehrberufe vor allem im Dienstleistungsbereich an Attraktivität gewinnen.

Wie die empirischen Daten in Deutschland belegen, wird der Karriereverlauf Hauptschule Lehre zusehends brüchig, vor allem im Bezug auf anspruchsvolle Ausbildungsberufe. So verringerte sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten der Anteil der Auszubildenden mit Hauptschulabschluss ständig, während im gleichen Zeitraum die Zahl der Lehrlinge mit mittlerer Reife entspricht etwa einem HAS-Abschluss kontinuierlich stieg, ebenso der Anteil von Lehrlingen mit Maturaabschluss vgl.

Erbe, Uhly In Deutschland sind Jugendliche mit Hauptschulabschluss mehrfach benachteiligt. Abgesehen davon, dass sie generell geringere Chancen auf eine Ausbildungsstelle als ihre Mitbewerber mit mittlerer Reife haben, landen sie primär in Lehrberufen des Produktionssektors. Zukunftsorientierte Dienstleistungsberufe sind Hauptschulabsolventen weitgehend verschlossen. Schwelle: 2. Schwelle: Duale Ausbildung Arbeitsmarkt Übergang von Sekundarstufe 1 zu Beruf Ausbildungsplatz oder weiterführende Schule Variante: Abschluss der HAS nach 2 Jahren dann duales System Handelsschule Übergang Ausbildung Arbeitsmarkt Ca.

Abbildung 8: Die Bridgingfunktion der HAS zwischen 1. Schwelle schulabsolventen in Zukunft neue Perspektiven. Dazu kommt, dass in Deutschland die schwächsten Hauptschüler in meist einjährigen ganztagsschulischen Angeboten wie dem Berufsvorbereitungsjahr geparkt werden. In Österreich übernimmt diese Funktion teilweise die HAS, die Polyflüchtlinge ebenso wählen wie Schüler, die mit mehreren Nicht genügend im Poly-Zeugnis keine Chance auf einen alternativen Lehrplatz bekommen und daher die HAS als letzte Instanz wählen, um im System zu bleiben.

Diese Schüler verlassen meist nach dem ersten Jahrgang oder in Folge die HAS und verflüchtigen sich als Drop-outs, deren weiterer Lebenslauf kaum dokumentiert wird. Derzeit ist das schulische bildungs- und sozialpolitische Netz für diese Gruppe von Jugendlichen sehr breitmaschig, sodass sie als schlecht qualifizierte Arbeitskräfte mit Mac-Jobs ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen sofern sie nicht ganz in Parallelgesellschaften untertauchen.

Diese Analyse des sozialpolitischen Biotops HAS verdeutlicht, dass dieser Schultyp mit einer Heterogenität an Schülern zumindest in urbanen Gebieten konfrontiert ist, die durch Binnendifferenzierung allein nicht zu bewältigen ist.

HAK / HAS SCHÄRDING

Andererseits wird deutlich, dass der Schultyp HAS für sozial benachteiligte Eltern eine zumindest doppelte bildungs- und sozialpolitische Funktion wahrnimmt: Vor allem für Eltern mit Migrationshintergrund stellt die HAS vielfach einen Schultyp dar, der als Sprungbrett für ihre Kinder für weiterführende Schulen inklusive Maturaperspektive gesehen wird bzw.

Für Jugendliche aus sozialen Unterschichten mit und ohne Migrationshintergrund, die nur über marginal ausgeprägte Sekundärtugenden verfügen, bildet vielfach die HAS die letzte Zufluchtsstätte damit erfüllt dieser Schultyp eine wichtige sozialpolitische Funktion. Wenn diese Funktionen als gesellschaftspolitisch relevant beurteilt werden, dann stellt sich die Frage, ob die jetzige Realität, vor allem im urbanen Gebiet von HAS-Klassen mit mehr als 30 Schülern und keiner sozialpädagogischen Unterstützung, von Lehrern strukturell bewältigt werden kann.

Aus der Sicht der Autoren ist die Frage negativ zu beantworten, weil zumindest in urbanen Gebieten die aktuelle Realität Lehrer strukturell überfordert. Wenngleich derzeit, nicht zuletzt aufgrund der Bildungspolitik der OECD, angelsächsische Modelle wie beispielsweise eine Tertiärisierung der Berufsbildung besonders populär sind, ist anzumerken, dass die Antworten beispielsweise Englands im Umgang mit dieser Gruppe von Jugendlichen wenig überzeugend sind.

Ähnlich wie in den USA landen nämlich dort viele dieser Jugendlichen in angelernten Jobs, wo das Arbeitslosenrisiko besonders hoch ist. Pelzelmayr Vor dem Hintergrund von Chancengleichheit kann die bildungspolitische Entscheidung, die Klassenschülerhöchstzahlen in Gymnasien, wo eher die bildungsnahen Bevölkerungsschichten zu finden sind, zu senken, nur als Zynismus qualifiziert werden.

Eine Binnendifferenzierung ist angesichts der zuvor skizzierten extremen Heterogenität der Schüler bei den aktuellen Rahmenbedingungen nicht wirklich möglich. These 2: Sowohl die Forschungsbefunde der vorgestellten Studie als auch die Erfahrungen im Ausland, vor allem in den skandinavischen Ländern, belegen, dass ganztagsschulische Angebote vor allem bildungsferneren Jugendlichen zu Gute kommen. Der Schultyp der HAS sollte daher optional in ganztagsschulischen Design angeboten werden. Eine effektive ganztagsschulische Förder- und Forderstruktur kann kostenneutral nicht realisiert werden.

4 Nachteile des Verkaufs von Optionen

Dadurch würden auch diesen Jugendlichen die Perspektive eines Abschlusses erhalten und die notwendigen Kulturtechniken inklusive Sprachkompetenz vermittelt bekommen, die Voraussetzung für eine attraktive Ausbildung im dualen System oder eine weiterführende schulische Ausbildung sind. These 4: Die zentrale Positionierung der ÜFA in das curriculare Zentrum der HAS stellt eine zukunftsorientierte Weichenstellung durch den Lehrplan dar. Wenn derzeit überbetriebliche Ausbildungsangebote seitens der Sozialpartner diskutiert werden, dann sollte man verstärkt darauf hinweisen, dass diese in Form der Übungsfirmen bereits an HAS und HAK implementiert sind.

Es ist vielfach ärgerlich, dass die Sozialpartner die Ausbildungsleistungen von beruflichen Vollzeitschulen im Vergleich zum dualen System nicht angemessen wahrnehmen, weil beispielsweise Übungsfirmen eine wirksame Variante einer überbetrieblichen Ausbildung im schulischen Kontext sind. These 5: Wenngleich das Prinzip eines fächerübergreifenden Unterrichts befürwortet wird, ist der Hinweis wichtig, dass nur dann übergreifend gearbeitet werden kann, wenn eine dementsprechende Fachkompetenz vorhanden ist.

Die Politik einer moderaten Fächerauflösung und -fusion beispielsweise von Volkswirtschaft- und Betriebswirtschaft oder von Wirtschaftliches Rechnen und Rechnungswesen wird kritisch beurteilt, vor allem dann, wenn dieser curriculare Fusionsprozess mit einer Stundenkürzung verbunden ist. So betrug das Stundenkontingent im alten Lehrplan von Wirtschaftliches Rechnen und Rechnungswesen 13 Wochenstunden, während nach der Fusion die Gesamtstundenzahl auf 10 re duziert wurde.

Die wenig erfreulichen Testbefunde im Wirtschaftlichen Rechnen sollten Anlass sein, über eine Neubewertung dieser Kulturtechnik im HAS-Lehrplan nachzudenken. These 6: Die curriculare Verankerung von betriebspraktischen Phasen sei es in Form von wöchentlichen Praxis tagen oder in geblockter Form stellt eine wirksame Strategie dar, die Attraktivität dieses Schultyps zu erhöhen.