Bedeutung der Handelsstrategie

Bei jedem Verkauf oder Kauf fallen zudem je nach Broker teils hohe Transaktionskosten an, die den Gewinn wiederum schmälern. Viele technische Analysten wenden daher eine verfeinerte, raffiniertere Variante der oben erläuterten Strategie an. Einfach nur zu kaufen oder verkaufen je nachdem, ob ein Kurs ober- oder unterhalb der Tage-Linie notiert, ist ihnen zu pauschal.

Auch die Richtung der Linie muss beachtet werden, um einen klaren Trend auszumachen. Steigt demnach die Tage-Linie nach einer Baisse wieder an und der Kurs notiert darüber, dann ist dies ein klares Kaufsignal. Dies war rückblickend etwa , und der Fall siehe Grafik. Die lange Hausse zwischen und hätten Investoren somit in voller Gänze mitgenommen.

Was ist mit Trading gemeint?

Anleger, die dieser Regel gefolgt wären, wären Ende und Anfang aus dem Markt ausgestiegen. Damit hätten sie nicht nur die schlimmsten Kurseinbrüche nach dem Platzen der Dotcom-Blase und nach Ausbruch der Finanzkrise vermieden.

Mutige Investoren hätten sogar Gewinne machen können, indem sie über Zertifikate oder andere Derivate auf einen fallenden Markt gewettet hätten. Zugleich bietet ihnen diese Strategie klare Regeln für den Ein- und Ausstieg an. Sich jedoch nur am gleitenden Durchschnitt der Tage-Linie zu orientieren, wäre indes zu eindimensional. Dafür ist sie einfach zu träge. Investoren würden viel an Performance verpassen, wenn sie sich nur nach ihr richten würden. Technische Analysten berücksichtigen daher in ihren Anlageempfehlungen stets ein ganzes Bündel von Indikatoren. Als Anlagestrategie für Privatinvestoren empfiehlt sich die reine Tage-Methode vor allem bei ausgeprägten Markttrends.

In einer volatilen Seitwärtsbewegung ist hingegen die Gefahr von Fehlsignalen erhöht, und die Kosten für Käufe und Verkäufe fressen die Gewinne auf. Levy bezieht. Gerade in schwachen Märkten, die durch politische oder wirtschaftliche Schocks beeinflusst werden, ist das jedoch eine gewagte Strategie.


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Denn Bullen- und Bärenmärkte können sich plötzlich und entgegen der Vorhersagen ändern. Dafür gab es in der Vergangenheit bereits mehrere bekannte Beispiele. Gut zu wissen: Sie möchten mehr zum Thema Aktien online handeln erfahren? In unserer comdirect Akademie stellen wir Ihnen eine Vielzahl von kostenfreien Infos und Tipps zum Aktienhandel zur Verfügung. Zur Errechnung des Momentums wird der aktuelle Kurswert ins Verhältnis zu einem durchschnittlichen Kursniveau der Vergangenheit gesetzt.

Allerdings gilt in der Regel: Je kürzer der Vergleichszeitraum, desto ungenauer ist auch eine mögliche Aussage. Bei 0,20 oder 30 Tagen wird eher ein kurzfristiges Momentum gemessen. Bei 3, 6 oder 12 Monaten handelt es sich hingegen um ein längerfristiges Momentum.

Handelsstrategie

Das Ergebnis ist eine Linie, die um eine Nullachse schwankt. Liegt ein Punkt auf der Linie über null, sind die Kurse aktuell höher als vor n Tagen oder Monaten. Liegt der Punkt unterhalb der Mittellinie, lag der Kurs vor n Tagen oder Monaten höher als heute — das Kursniveau hat sich also verschlechtert.

BI - Trading Handelsstrategie

Die Mittelpunkt-Linie liegt dann bei , die Kernaussage ändert sich jedoch nicht. Analog signalisiert ein Momentum kleiner 1 einen Abwärtstrend. Mit Hilfe der Momentum-Strategie können Anleger positive Aufwärtstrends, die sich zuletzt noch beschleunigten oder abbremsten erkennen und mögliche Trendwenden ausmachen.

Methoden und Modelle der Strategieentwicklung

Gleiches funktioniert auch mit möglichen Abwärtstrends. Allerdings ist die Aussagekraft von möglichen Trendwenden bei einer Betrachtung von 12 oder weniger Monaten durchaus beschränkt. Ist das Momentum gering, wird darin häufig ein Warnsignal gesehen: Oft wird der Schwung einer Aufwärtsbewegung mit dem eines Ballwurfs verglichen. Die Beschleunigung eines senkrecht geworfenen Balles ist zunächst sehr hoch, nimmt aber zunehmend ab. Ähnlich ist es an der Börse beim Steigen des Börsenkurses, der irgendwann wieder an Kraft verliert.

Der Schwung der Aktienkurse kann mit dem Momentum-Indikator analysiert werden. Er kann die Richtung, aber auch die Geschwindigkeit der Auf- oder Abwärtsbewegung anzeigen. Der Momentum-Indikator lässt sich für fast alle Wertpapiere bestimmen, ganz egal ob Aktie , ETF oder Rohstoffe und Devisen. Die Momentum-Strategie hat sich ursprünglich als Anlagestrategie für den Aktienkauf entwickelt. Um gewinnbringende Aktien zu finden, setzen Anleger häufig auf die Technische Analyse, bei der das Momentum als wichtiger Indikator dient.

Was ist Trading? Definition & Erklärung | nextmarkets Glossar

Dabei wird die Entwicklung des Aktienkurses in der Vergangenheit ausgewertet. Da die Auswertung häufig anhand von Charts erfolgt, spricht man auch von Chartanalysen. Allerdings sind auch vergangene Wertentwicklungen kein zuverlässiger Indikator für die Vorhersage künftiger Entwicklungen. Anhänger des Value Investing setzen bei der Aktienauswahl eher auf die Fundamentanalyse , die sich an der Prognose künftiger Kurswerte orientiert.

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Liegt der Wert über 1, sehen Anleger darin eine kaufenswerte Aktie. Liegt der Wert hingegen darunter, sollte die Aktie verkauft werden oder erst gar nicht als kaufenswert in Frage kommen. Als Vergleichswert wird von Momentum-Strategen häufig der 6-Monats-Wert genommen.

Basiswissen zur Momentum Strategie

Diesen hat schon der Gründer Robert A. Levy als ideal angewendet, um Aktien zu analysieren und zu vergleichen. Im Rahmen der Momentum-Strategie werden Aktien damit nicht mit einem Index, sondern mit sich selbst verglichen. Mittlerweile lässt sich die Momentum-Strategie auch mit ETFs umsetzen.