Eine Analyse von Handelsstrategien in elf europäischen Aktienmärkten

Raul Glavan trackt hier unter anderem einige auf dieses Thema spezialisierte Blogger. Die Auswertung dieser Daten ermöglicht die Umsetzung folgender Strategie. Immer wenn eine Bekanntgabe von Ergebnissen einer neuen Medikamentenstudie ansteht, lässt sich ein gewisser Hoffnungseffekt beobachten: Die Kurse steigen ein bis zwei Wochen vor Bekanntgabe tendenziell an.

Das lässt sich durch einen frühzeitigen Einstieg ausnutzen, wobei die Position unbedingt kurz vor der Veröffentlichung wieder glattgestellt werden sollte. Es ist keine Frage, dass die aktuell volatilen Zeiten vor allem für Trader attraktiv sind. Aber wie sieht es eigentlich mit interessanten Langfristinvestments aus? An dieser Stelle möchten wir Ihnen das Konzept der Dividendenaristokraten vorstellen.

Diese Aktien bieten Anlegern die Möglichkeit, attraktive Renditen aus Dividendenausschüttungen, aber auch langfristige Kursgewinne und damit eine auskömmliche Gesamtrendite zu erzielen.

Dividendenaristokraten sind Unternehmen, die über viele Jahre kontinuierlich steigende Dividenden ausgeschüttet haben. Dennoch stammen die meisten Dividendenaristokraten nach wie vor aus den USA. Das gilt grundsätzlich trotz des zunehmenden Trends zu alternativen beziehungsweise zusätzlichen Aktienrückkaufprogrammen auch weiterhin, wenngleich aufgrund von Corona eine gewisse Sondersituation entstanden ist mehr dazu später. Diese Unternehmen sind entsprechend stolz auf ihren Track Record, was man schon daran erkennen kann, dass die Auszahlungshistorien auf den entsprechenden Investor-Relations-Webseiten in der Regel detailliert aufgeführt werden.

Zudem werden zu jedem Index weitere Spezifikationen angegeben:. Daneben existieren noch weitere Aristokratenindizes etwa für Brasilien oder Südafrika. Dadurch werden hohe Gewichtungen einzelner Werte vermieden und die Diversifikation über Sektoren verbessert. Dass die jeweiligen Aktien trotzdem liquide handelbar sind, ist weitgehend dadurch sichergestellt, dass die entsprechende Auswahl aus den genannten übergeordneten Indizes stammt, die hauptsächlich sehr liquide Werte enthalten.

Entweder wird eine kürzere Historie anhaltender Dividendenerhöhungen definiert oder alternativ festgelegt, dass die Aktien eine Balance aus hoher Dividendenrendite sowie Nachhaltigkeit und Wachstum der Dividende aufweisen müssen. Langfristig machen Dividenden einen beträchtlichen Teil der durchschnittlichen Rendite von Aktienanlagen aus.

Welche Risiken haben Aktien?

Unter der Annahme, dass die Dividenden reinvestiert werden, entsteht über die reinen Kursgewinne hinaus langfristig ein erheblicher Renditezuwachs. Werden die Dividenden dagegen nicht reinvestiert, stellen sie ein kontinuierliches passives Einkommen für den Anleger dar. Der Fokus speziell auf Dividendenwerte hat darüber hinaus noch weitere Pluspunkte. So haben sich etwa die Geschäftsmodelle von Unternehmen, die ihre Dividenden über viele Jahre zuverlässig erhöhten, als besonders stabil und rentabel erwiesen — und das über verschiedene Wirtschafts- und Marktphasen hinweg, was Vertrauen bei langfristig investierten Anlegern schafft.

Welche deutlichen Renditeeffekte sich langfristig ergeben können, zeigt auch folgendes Beispiel: Die bereits erwähnte 3M-Aktie Bild 3 warf nach Angaben der Unternehmenswebseite im Jahr eine um Aktiensplits bereinigte Gesamtdividende in Höhe von 0, US-Dollar ab.

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Nehmen wir für dieses Beispiel den damaligen, ebenfalls um Aktiensplits bereinigten Schlusskurs des Vorjahres also von von 2,86 US-Dollar als Referenz für den Einstiegskurs, so ergibt sich eine anfängliche Dividendenrendite von 7,4 Prozent. Nun gehen wir 42 Jahre nach vorn ins Jahr Hier lag die Summe der vier Quartalsdividenden bei 5,76 US-Dollar und die Aktie notierte bei ,42 US-Dollar. An dieser Stelle verstehen wir erst so richtig, was das für langfristige Anleger bedeutet: Allein die er-Dividenden stellten eine Rendite von Prozent! Zählen wir alle Dividenden von bis zusammen, ergibt das eine gesamte Ausschüttungssumme von 67,36 US-Dollar.

Hinzu kommt natürlich noch der enorme Kursgewinn von 2,86 auf ,42 US-Dollar, also ein Reingewinn von ,56 US-Dollar. Zusammen mit den Dividenden beträgt der Gesamtgewinn unter Annahme eines reinen Buy-and-Hold ohne Rebalancings und anderen Effekten also ,92 US-Dollar pro Aktie.

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So schön es auch klingt, wenn ein Unternehmen seine Dividendenausschüttungen über viele Jahre erhöht hat und in den erlauchten Kreis der Aristokraten aufgestiegen ist: Genau das kann auch zu Problemen führen. Denn gerade der Fokus auf die lange Serie und den damit verbundenen Status kann dazu führen, dass um jeden Preis daran festgehalten wird — beispielsweise auch dann, wenn in schlechten Zeiten gar keine steigenden Gewinne mehr erzielt werden, der Cashflow die Steigerung gar nicht erlauben oder sogar eigens Schuldenaufgenommen werden müssen, um die Dividende ausschütten zu können.

Deshalb kann es nachhaltiger sein, wenn ein niedrigerer Anteil der Gewinne ausgeschüttet wird oder die Historie der ständigen Erhöhungen auch mal unterbrochen wird. Denn letztlich können gerade die ins Unternehmen reinvestierten Gewinne der entscheidende Faktor sein, der die Ertragskraft langfristig überhaupt erst sichert. Ohne Investitionen können früher oder später auch das Wachstum und damit die notwendige steigende Gewinnbasis unter Druck geraten, die eigentlich die immer höheren Dividenden speisen sollen.

Gleichzeitig erwarten gerade die dividendenverwöhnten Anleger der Aristokraten aber fortlaufend weitere Steigerungen — eine Zwickmühle. Als Reaktion darauf erhöht das Unternehmen die Auszahlungsquote, schüttet also einen höheren Teil der niedrigeren Gewinne als Dividende aus — mitunter sogar mehr als Prozent. Das führt nicht selten wie beschrieben zu weniger Wachstum und gleichzeitig höheren Schulden, da das Geld in anderen Bereichen fehlt. Damit ist letztlich auch den dividendenhungrigen Aktionären nicht geholfen, denn eine fundamental zunehmend schwächere Entwicklung wird sich auch auf den Aktienkurs auswirken, sodass letztlich die Gesamtrendite für Anleger sinken kann — selbst bei weiter steigenden Dividenden.

Früher oder später kann die Dividende ohnehin nicht mehr gehalten werden, wenn sich das Geschäft anhaltend verschlechtert. Oft kommt es dann zum deutlichen Cut. Ende wurde die Quartalsdividende dann von 24 auf zwölf Cent halbiert. Im Herbst folgte ein weiterer Cut auf nur noch einen Cent. Dabei blieb es bis zuletzt. Gleichzeitig mussten Anleger auch erhebliche Kursverluste hinnehmen Bild 4. Wichtig ist, dass die Unternehmen weiterhin ertragsstark sind, das Geschäft läuft und die Dividenden aus den tatsächlichen Cashflows gespeist werden können — ist das nicht der Fall, ist Vorsicht geboten.

Neben den klassischen Dividendenaristokraten gibt es alternative Konzepte, die durchaus ihren Charme haben und vielleicht sogar besser und flexibler sind, um nachhaltig gute Dividendenwerte auszuwählen. Dazu gehören beispielsweise die Select-Dividend- und die Dividend-Opportunities-Indexfamilien. Ein gutes Beispiel in Deutschland ist der von Christian W. Der entsprechende Index bildet die Wertentwicklung eines Portfolios ab, das einmal im Jahr gleichgewichtet mit den deutschen Aktien bestückt wird, die alle DividendenAdel-Kriterien für nachhaltige Ausschüttungsqualität erfüllen:.

Aus Liquiditätsgründen werden dabei nur Aktien mit einem durchschnittlichen Handelsvolumen von mehr als 1,5 Millionen Euro pro Tag berücksichtigt.

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In den meisten vergangenen Börsenzyklen war zu beobachten, dass gerade die verlässlichen Dividendenzahler gut durch Krisen kommen und in Abwärtsphasen am Aktienmarkt weniger stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Im jüngsten Coronacrash zeigte sich dagegen ein anderes Bild. Viele Dividendenaktien fielen stärker als der Markt, was recht ungewöhnlich war. Das lässt sich unter anderem mit den erwarteten deutlichen Kürzungen oder gar Streichungen von Dividenden erklären.

Ein anderer Grund für die Underperformance war, dass viele Technologiewerte, die im momentanen Marktumfeld vorrangig gesucht wurden, sich vom Crash besser und schneller erholten. Diese Werte sind mehrheitlich eher als Wachstumstitel einzustufen, weshalb die Dividendenaktien vor allem im relativen Vergleich zurücklagen. Angesichts des aktuellen Niedrigzinsumfelds können Anleger mit diesen Titeln im Portfolio attraktive passive Einkommen erzielen, auch wenn sich die Aktienmärkte zwischenzeitlich volatil zeigen.

Allerdings sollte man sich im Einzelfall — wenn die Strategie nicht über klassische Dividendenfonds oder ETFs, sondern über Einzelaktien umgesetzt wird — nicht allein auf die vergangene Reputation eines Unternehmens als zuverlässiger Dividendenzahler verlassen. Wie das Beispiel General Electric zeigte, muss grundsätzlich auch das Geschäftsmodell ertragsstark sein und dauerhaft entsprechende Cashflows generieren können, aus denen sich nachhaltige Dividenden speisen. Professioneller Börsenhändler zu sein ist wohl einer der Traumberufe schlechthin.

Unser Artikel zeigt die Herangehensweisen, die man berücksichtigen muss, um ernsthaft als Trader erfolgreich zu sein. Diese Prinzipien gelten für alle, vom Hobby-Trader bis hin zum Profi. Business, zu Deutsch: Geschäft. Das ist das erste Stichwort, um das es geht, wenn man an der Börse Geld verdienen möchte. Stellen Sie sich vor, Sie möchten irgendein Geschäft eröffnen. Als erstes stellen Sie einen Investitionsplan auf, der dann basierend auf der Frequenz des Abverkaufs mit den Umsatzerwartungen abgeglichen wird. Wenn das erledigt ist, vergleichen Sie den monatlichen Überschuss mit den laufenden Kosten und stellen letztlich fest, ob sich das Geschäft lohnt oder nicht.

Nun möchten wir selbstverständlich niemanden dazu ermutigen, ein Geschäft zu eröffnen, bevor er mit dem Trading beginnt. Das Beispiel sollte nur zeigen, dass man schon vor der Eröffnung eines Geschäfts, egal welcher Art, immer einige Aufgaben zu erledigen hat.

Publikationen

Leider werden diese geschäftlichen Grundlagen beim Trading gerne vergessen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ein Trader problemlos von zuhause aus arbeiten kann. Sie brauchen nicht viel mehr als einen Computer und ein wenig Software. Über den Rest können Sie sich ja später Gedanken machen — so der Irrglaube.

Trading ist ein Geschäft wie jedes andere. Und wie in jedem anderen Geschäft auch erhöhen sich die Chancen auf Erfolg ganz wesentlich, wenn Planung und Umsetzung professionell erfolgen sehen Sie auch unseren Trading-Plan am Ende des Artikels. Das notwendige Handwerkszeug ist natürlich ein hohes Grundverständnis für die Funktionsweise der Börse und das Beherrschen professioneller Handels- und Informationssysteme. Wer dieses Wissen nicht mitbringt, der muss zumindest bereit sein, sich intensiv mit diesen Hilfsmitteln auseinanderzusetzen und sich in sie einzuarbeiten.

Performance Wie bei allen Geschäften steht und fällt der Erfolg im Trading natürlich mit der Profitabilität. An diesem Punkt müssen Sie ehrlich zu sich selbst sein. Nur Sie kennen die notwendige Menge an Geld, die Sie pro Monat verdienen müssen, damit die Sache Sinn macht. Am Anfang müssen Sie also rechnen.

Dabei gilt es, den persönlichen Bedarf, quasi das Gehalt, genauso einzurechnen wie die Dinge, die zur Erzielung dieses Einkommens notwendig sind. Das wären zum Beispiel Kosten für Telefon, Internetanschluss, Hardware, Software, Steuerberater und so weiter.

Blue Chips raus, Nebenwerte rein

Wie viel Kapital? Nachdem Sie die Vorbereitungen getroffen haben und realistisch einschätzen können, welche Performance und welchen Geldbetrag Sie im Monat und im Jahr erzielen möchten, geht es einen Schritt weiter: Welches Startkapital wird benötigt? Gehen wir der Einfachheit halber von einer Renditeerwartung von zwei Prozent pro Monat aus, was einer Jahresperformance von etwa 27 Prozent mit Zinseszins entspricht. Angenommen, Sie haben sich ein Jahresziel von 12 Euro gesetzt.


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Diesen Betrag müssten Sie nun mit einer Rendite von 27 Prozent erwirtschaften. Rein rechnerisch müsste unser Startkapital also rund 44 Euro betragen. Je höher also Ihre Einschätzung zur realistisch erzielbaren Monats- und Jahresrendite, desto niedriger ist das notwendige Startkapital siehe Tabelle 1. Drawdowns Eine Sache haben wir allerdings noch nicht berücksichtigt: Trader und Systeme gehen durch Drawdowns, also durch Zeiträume mit zurückgehender Kapitalkurve.